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#1

Namens- und gesetzliche Geschlechtsänderung

in U18 03.01.2017 18:39
von Leon
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Hallo, ich möchte meinen Namen und mein eingetragenes Geschlecht ändern. Ich habe jedoch nicht vor Hormone zu nehmen (jedenfalls sagt mir das im Moment nicht zu) oder mich im Genitalbereich operieren zu lassen, nur im Brustbereich.
Wie kann ich also beweisen, dass ich seit 3 Jahren den Drang verspüre mein Geschlecht zu ändern, wie es im Transexuellengesetz beschrieben ist?
Ich fühle mich in meinem Körper nicht krank aber wohler wenn ich wie ein Mann aussehe, ohne Brüste wäre er mir eindeutig lieber und Hormone brauche ich nicht unbedingt, da mein Gesicht sehr androgyn ist und so schon als Junge/Mann durchgehe, mir keinen Bartwuchs wünsche und ich oft beobachtet habe wie bei "natürlichen" Männern gelegentlich die Fettverteilung an den Hüften und Oberschenkeln und nicht nur am Bauch erfolgt. Ich wäre also nicht unnormal.
FAZIT: Ich fühle mich wohl in meinem Körper, solange ich als Mann akzeptiert werde, maskulin aussehe und Leute meinen gewünschten Namen und Pronomen verwenden. Als Frau bezeichnet zu werden fühlt sich hingegen krank und falsch an, weswegen ich gerne rechtliche Schritte einleiten möchte. Ich habe keinen Therapeuten oder einen spezialisierten Arzt und will in den folgenden Jahren Geld sammeln für die Gerichtsverhandlungen.
Also schreibe ich einen Brief in dem ich meinen Willen beurkunde und geb ihn zum Notar und heb ihn für die nächsten Jahre auf oder muss es etwas ärztlich Attestiertes sein?
Sind meine Chancen auf erfolgreiche Gerichtsverhandlungen real oder hoch?


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#2

RE: Namens- und gesetzliche Geschlechtsänderung

in U18 05.01.2017 15:16
von marc Admin | 517 Beiträge | 567 Punkte

Hallo, Leon!

Ganz so einfach wird das ohne Therapeuten nicht. Die Sache ist die, dass Dir ein Therapeut bescheinigen muss, dass Du Trans bist und Du brauchst zwei Gutachten von 2 verschiedenen Gutachtern. Zum Notar musst Du nicht. Aber ein einfacher Brief, in dem Du Deinen Willen beurkunden lässt, reicht leider nicht aus.
Die Brust-OP ohne die Einnahme von Hormonen wird im Normalfall auch nicht gemacht. Eine Voraussetzung für die Brust-OP ist, dass man mindestens 6 Monate Testosteron genommen hat. Wobei natürlich nichts dagegen spricht, dass Du die Hormone danach wieder absetzt. Natürlich wird sich der Körper in diesen 6 Monaten verändern, aber bis auf den Stimmbruch wird sich alles andere wieder zurück entwickeln und die Veränderungen sind ja nach diesen 6 Monaten nicht so gravierend.
Alternativ könntest Du Dir einen Arzt suchen, der die OP auch ohne die entsprechenden Voraussetzungen durchführt. Aber dann musst Du die OP selber bezahlen (Kostenpunkt um die 6000 Euro) und ob Du einen gewissenhaften Arzt findest, der das macht, ist fraglich.
Ich denke, ich würde da eher in den sauren Apfel beissen, die Hormone für die 6 Monate nehmen und dann bekommst Du die OP auch von der Kasse bezahlt.





http://www.transmann-info.de


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